Abschaffung und Verlegung deutscher Ausstellungen könnten Deutschland drei Milliarden Euro Kosten

Deutschland belegt nach dem Niveau der Organisation der internationalen Handelsmessen den ersten Platz in der Welt. Jährlich finden hier zwischen 160 und 180 internationale Ausstellungen statt, auf denen 180.000 Aussteller und zehn Millionen Besucher zu sehen sind. Partner aus aller Welt treffen sich auf deutschen Messegeländen. Nach Berechnungen des Verbandes der deutschen Messebranche ist das Land bereits stark von der Absage und Verlagerung von Messen betroffen.

Messeveranstalter und Dienstleister wie Bauherren tragen enorme finanzielle Verluste. Dies betrifft auch viele andere Geschäftszweige, insbesondere das Hotel-und Gaststättengewerbe, den Transport und zahlreiche lokale Lieferanten und Auftragnehmer. Diese Branchen haben erhebliche Umsatzverluste, die sich direkt auf die Mitarbeiter auswirken. Wegen der Umsatzeinbußen fließen die Steuereinnahmen nicht in den Haushalt, daher würden Städte oder Regionen wirtschaftlich direkt betroffen sein.
So sei allein durch die Abschaffung und Verlagerung von Messen und Messen mit einem Verlust von rund drei Milliarden Euro für die Volkswirtschaft zu rechnen.